OTO Machines ist eine kleine Firma, deren erstes Werk, der OTO Biscuit auf der Musikmesse gleich einige Wellen geschlagen hat. Der Biscuit ist ein Bitcrusher, der vollgespickt ist mit Features. Die AD/DA Wandlung erfolgt, wie es sich für die Sparte gehört, in Low-Fi mäßigen 8 Bit. Der Trick, den OTO zum crushen verwendet unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Crushern, die eher wie ein Verzerrer mit steigendem Gain das Signal stärker zerstören, oder fixe Presets haben. Stattdessen kann man mit den acht Tastern jedes einzelne Bit manipulieren: Entweder muten, oder invertieren. Wenn einem das darin enthaltene Zerstörungspotential nicht reicht, gibt es auch noch eine Sektion für klassisches Diodenclipping. Und um alles richtig schön saftig und fett klingen zu lassen, gibt es noch eine Analoge Filtersektion. Und außerdem noch Effekte: Delays, Waveshaper, Step Sequencer etc. pp. Der Biscuit ist außerdem Stereo ausgelegt, und per Midi ansteuerbar. Die Featureliste ist also schon mal vollgepackt.
Auch haptisch ist der OTO Biscuit extrem ansprechend: Ein schlichtes Schwarzes Design mit sechs Potis und elf gummierten, mehrfarbig beleuchteten Tastern. Acht davon erlauben den Zugriff auf die Bits, aber auch auf verschiedene Effekte und Presets. Je nach Zustand können sie in weiß, rot oder grün leuchten.
Und der Sound? Von klassischen Nintendo-mäßigen Sounds bis zu extremen Verzzerrungen ist alles möglich. So ziemlich jedes Signal kann bearbeitet werden, und dank des Filters sind auch richtig warme und saftige Bässe möglich. Der Biscuit macht auch richtig Spaß beim rumspielen: Electro- Sounds und Drummachines filtern und Morphen, oder auch beim Auflegen um Songs ineinander zu mischen.
Und auch wenn der Biscuit ein Desktop-Gerät ist und keinen Footswitch hat, macht er auch mit Gitarren richtig eine richtig gute Figur, wie Thilo von der Effekt-Boutique zusammen mit einem Freund vorführt:

